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NiconeSW

Zum diesjährigen Opening von „Im Rausch der Sinne“ hätten wir wohl keinen passenden Gast finden können.
Niconé, seines Zeichens gewandter Musiker und sympathische Style-Ikone: Unrasiert und latent übernächtigt, ja klar, aber eben auch elegant und zum Glück ohne lästige Angeberei. Alexander Gerlach steht für einen gewissen spielerischen Touch und unbeschwerte Grundhaltung, die sich durch seine Musik ziehen und mit einer gelassenen Natürlichkeit einhergehen.

Niconé (Stil vor Talent, Dantze)
https://soundcloud.com/nicon-dantze

Secret Sugar (Gulivers Reisen)
https://soundcloud.com/secret-sugar

Paulette (Helgas Kitchen Rec.)
https://soundcloud.com/paulette-hkr

„Damit es Kunst giebt, damit es irgendein ästhetisches Thun und Schauen giebt, dazu ist eine physiologische Vorbedingung unumgänglich; der Rausch.“ Friedrich Nietzsche

Niconé bindet sich nur ungern an einen Sound und bewegt sich somit leichtfüßig zwischen sommerlichen Party-Hymnen, straffem Deep House und experimentellem Pop-not-Pop. Vereint werden seine Produktionen jedoch von der Tatsache, dass man immer auf einen „Twist“ stößt – Niconé ist alles andere als langweilig, sozusagen. Während Tracks wie „Una Rosa“ (2008) oder die Bar 25 Liebeserklärung „Nur mal kurz“ (2009) zu frühzeitigem Ruhm im Underground führen, erweisen sich die letzten Jahre als besonders fruchtbar. 2011 verbündet Niconé sich mit seinem guten Freund und Komplizen Sascha Braemer, um das erfolgreiche Album „Romantic Thrills“, erschienen auf Stil vor Talent, aufzunehmen. Präsentiert wird House Music von den verschiedensten Blickwinkeln, anstatt einer steifen, einseitigen Definition. Und das freilich nach dem Prinzip „all killer, no filler“, wobei Highlights wie „Caje (Album Edit)“ schnell ein Eigenleben als unentrinnbare Dancefloor-Ohrwürmer entwickeln.

Den Beweis für das besonderes Verhältnis zur berüchtigten Bar 25 liefert der Soundtrack zu „Tage Ausserhalb der Zeit“, dem Film der die Blütezeit des Spree-Mekkas dokumentiert. Hier ist, wie sollte es anders sein, „Thänk You“ zu finden.
Als zusätzliche Plattform für seine musikalischen Visionen hat Niconé 2006 zusammen mit Philip Bader das Label Dantze aus der Taufe gehoben. Etwas später wird das Duo mit Hilfe Sascha Braemers zum Trio – je mehr, desto besser. Das Ziel ist es, die Essenz langer Nächte und längerer Afterhours musikalisch einzufangen. Man setzt auf einen eingeschworenen Künstlerstamm, denn auch bei Dantze steht der familiäre Aspekt im Vordergrund. Es wird veröffentlicht, was gefällt und gut ist. Und das Result kann sich sehen lassen: es erscheinen EPs von Dirty Döring, Nico Stojan, Gunjah, NU und Rampue, gerne mal mit Remixen von einem oder mehreren der Label-Gründer.

Während die Dantze Partys, mal im Watergate, Kater Holzig oder dem Sisyphos, schon lange die Hauptstadt zu vergnügen wissen, findet man Niconé in letzter Zeit gerne mal im Social Club in Paris, dem Fusion Festival oder dem Hive in Zürich hinter den Decks. Ob Niconé nun in kleinen, intimen Clubs oder auf großen Festivalbühnen spielt, er bleibt seinem Ethos treu: Take it easy!

Diese Veranstaltung ist bereits vorbei.