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10 Mai

Wilhelmine

19:00 Uhr
Wilhelmine_c_Annika-Gerhard

Wilhelmine fragt sich: Kann Freundschaft gedeihen, wo einst das Feuer wütete?
Wann haben Sie das letzte Mal einen Feuervogelgesehen? Ornithologen würdensagen: noch nie, denn ein Geschöpf dieses Namens gibt es allenfalls im gleichnamigen Ballett von Igor Strawinsky und in der slawischen Mythologie. Wilhelmine hingegen würde den Ornithologen widersprechen. Sie hat nicht nur einen Feuervogel gesehen, sondern sogar mit einem zusammengelebt. In ihrer neuen Single „Feuervogel“ singt die Berliner Musikerin von den Nachwehen einer destruktiven Beziehung und dem Versuch, sich mit Abstand neu zu begegnen. Kann Freundschaft gedeihen, wo einst das Feuerwütete?
„Feuervogel, so hat mein Papa dich genannt/Und ich weiß jetzt, was er meint/Er hat’s gewusst, von Anfang an“, blickt Wilhelmine in den ersten Zeilen zurück auf die erste Zeiteiner Liebe, in der „nichts logisch war“, denn obwohl sie mit einem Feuervogelzusammen war, fror es sie an dessen Seite. „Wieso haben wir es uns so schwergemacht? / Sind unserem Stolz da hinterhergerannt“, singt sie über sphärische Pianoklänge, die sich zu einem rauschenden Refrain verstärken, „du das Feuer, ich der Wind/das kann doch niemals funktionieren“.
Heute ist Wilhelmine das längst klar. Deshalb kann sie ihrem Feuervogel von Herzen das Beste wünschen. Weil sie weiß, dass ihre Ex in ihrem neuen Leben glücklicher ist–und sie selbst ebenfalls: „Irgendwie tat‘s gut das alles loszuwerden / Die Wohnung und den Bus/ Deinen Halt und deine Wärme, ey, / Ich brauch‘s nicht mehr, ich weiß, ich bin genug“.
„Ich weiß, ich bin genug“–wer Wilhelmines bisherige Songs wie „Solange du dich bewegst“ oder „Komm wie du bist“ kennt, weiß wie wichtig dieses Thema für sie ist–und ahnt, wie wegweisend die in „Feuervogel“ behandelte Beziehung für ihre Selbstfindung war. „Ich habe lange mit einer Person zusammengelebt, in einer Beziehung, die uns beiden nicht gutgetan hat“, berichtet Wilhelmine über die autobiografische Inspiration zu ihrem neuen Song. „Wir wollten beide unterschiedliche Dinge und sind, anstatt uns anzunähern, auseinandergedriftet. Mein Song handelt hier aber von den Jahren nach einer Beziehung. Den Trennungsjahren und den Herausforderungen der Möbel-/Haus- oder vielleicht sogar Kinder- oder Haustier-Teilung.
“Am Anfang eines Versuches der Wiederannäherung habe der „verletzte Stolz“ gestanden, so Wilhelmine. „Wie schafft man es, nicht aus verletzten Gefühlen und Emotionen zu agieren?“ Darauf aufbauend, widmet sie sich in ihrem Song der Frage, ob und wie es möglich ist, nach einer gescheiterten Beziehung „eine neue, andere Verbindung zueinander“ aufzubauen. Denn auch wenn die Kombination aus Feuer und Wind in der Beziehung nicht funktionieren konnte: fasziniert ist Wilhelmine von den Eigenschaften des Feuervogels bis heute: „Für mich bedeutet das Wort sowohl Temperament und Freiheitsbedürfnis, Kontraste in sich.“

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